Das Wormser Backfischfest wird Ihnen präsentiert von der Sparkasse Worms-Alzey-Ried
 
 
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Backfischfest Tradition
seit 1933
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Backfischfest Tradition
seit 1933
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Backfischfest Tradition
seit 1933
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Backfischfest Tradition
seit 1933
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Backfischfest Tradition
seit 1933
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ahoi und ♥-lich willkommen zum wormser backfischfest!

Liebe Backfischfest-Freunde,

schweren Herzens müssen wir euch mitteilen, dass das Backfischfest in seiner bekannten Form in diesem Jahr ausfallen muss. Alle beteiligten Akteure - die Stadtverwaltung als Veranstalterin, die Kultur und Veranstaltungs GmbH, das Stadtmarketing, Vertreter der Fischerwääd, der Schausteller und des Wonnegauer Weinkellers haben sich gemeinsamen auf die Absage verständigt und sowohl Schausteller als auch Winzer tragen diesen traurigen Entschluss mit.

Unser Backfischfest lebt vom Miteinander, von der Nähe und der Unbeschwertheit der Besucher. Die Einhaltung der Abstandsregeln und auch die Hygienevorschriften lassen sich dabei nicht umsetzen. Unter Beobachtung der aktuellen Entwicklungen setzen wir uns mit allen Beteiligten zusammen, um Ideen für eine andere Festivität im weiteren Jahresverlauf zu sammeln, um den Schaustellern und den Freunden des Backfischfestes eine positive Perspektive zu bieten. Wir hoffen, ihr habt Verständnis für diese Entscheidung. Bleibt gesund und AHOI! Wir sehen uns hoffentlich wieder beim Backfischfest 2021!

Euer Backfischfest-Team

Das Schiedsgericht (Foto: privat)
Fischerstechen 2017 (Foto: B.Bertram)
 

Auf was wird die Fischerstecher-Tradition zurückgeführt? Erfreut sie sich noch an derselben Beliebtheit wie früher?

Die Tradition des Fischerstechens geht ursprünglich auf einen Brauch der Wormser Fischerzunft zurück. So erhoffte man, die bösen Wassergeister zu vertreiben und mit reichen Fangglück belohnt zu werden. Das heutige Fischerstechen findet seine Tradition wohl eher im Backfischfest beziehungsweise im ganzen Drumherum. Der Fischerstecher des 21. Jahrhunderts steht nicht nur auf dem Brett seinen Mann - man findet ihn bei zahlreichen Veranstaltungen während des Backfischfestes. So zum Beispiel auf der Fischerwääder Kerb, wo man die Fischerwääder tatkräftig unterstützt aber auch beim Wormser Abend im Festzelt. Man kann also sagen, wo die Fischerstecher in ihren roten Shirts sind, werden Traditionen hochleben gelassen.
Leider hat das Fischerstechen etwas an Beliebtheit in der Bevölkerung verloren. Zum größten Teil liegt das daran, dass wir die Wettkämpfe nicht mehr direkt vorm Naturfreundehaus austragen können. Hafeneinfahrt mit den Landzungen und der Uferbefestigung waren ja wie eine richtige Arena. Wenn da 2000-3000 Leute gesessen haben, war das wie in einem Hexenkessel. Wir sind froh mit dem WSV eine neue Wettkampfstätte gefunden zu haben und fühlen uns bei ihm auch sehr wohl. Aber das Flair wie früher haben wir leider nicht mehr. Um dem entgegen zu wirken, haben wir das Entenrennen ins Leben gerufen.

Was verschafft einem die Ehre in das Fischerstecher-Schiedsgericht aufgenommen zu werden?
Es ist tatsächlich eine Ehre in diesem Schiedsgericht zu sitzen. Immerhin sind wir Schiedsrichter im wichtigsten Kampf, den es in Worms gibt. Normalerweise wird man von den Mitgliedern des Schiedsgerichts berufen, wenn jemand aussteigt oder in Rente geht. Ich könnte mir vorstellen, dass eine langjährige Zugehörigkeit, Siege oder eine gewisse Regelkunde Kriterien sind, um in das Schiedsgericht berufen zu werden. In meinem Fall war es wohl eher das schlechte Gewissen des Schiedsgerichts, weil sie mich so oft disqualifizierten. Es könnte aber auch sein, dass die alljährlichen Drohungen, das Schiedsgericht ins Floßhafenwasser zu werfen, dazu geführt haben, dass man mich auf die dunkle Seite der Macht holte.

Hinter solch einer Festivität steckt natürlich auch eine Menge Arbeit und Organisation. Vor Allem wenn man dabei bedenkt, dass dies auf ehrenamtlicher Basis geschieht. Wie bewerkstelligen Sie das alles?
Wir haben das Schiedsgericht über die Jahre zu einem richtigen Organisationsteam erweitert. Sind sechs bis sieben Leute, die sich das Jahr über mehr oder weniger regelmäßig treffen. Da wir als Fischerstecher jede Möglichkeit nutzen, um irgendetwas zu feiern, sind die Treffen des Orga-Teams natürlich sehr willkommen. Und weil über die Jahre richtige Freundschaften entstanden sind, macht die Arbeit umso mehr Spaß. Hinzu kommt noch eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der KVG.

Was ist Ihre jüngste Erinnerung an das Spektakel? Waren Sie auch mal unter den Fischerstechern?

Die jüngste Erinnerung ist ganz klar vom letzten Jahr unser Entenrennen. Das haben wir da ja zum ersten Mal veranstaltet und es war ein absolutes Highlight. Eine weitere Erinnerung ist an das Fischerstechen 2019 ist der Sieg des SSC Trappenberg – nicht, weil die Trappenberger das 65. Fischerstechen gewannen, sondern weil die Siegesfeier einfach genial war. Da ist so mancher Fischerstecher an seine Grenzen gekommen.
Ich selbst habe etliche Jahre beim Stechen teilgenommen, war über viele Jahre der einzige Fischerstecher, der nicht von seinen Gegnern, sondern vom Schiedsgericht besiegt wurde. Wir hatten in der Mannschaft als Wetten abgeschlossen, bei der wievielten Anfahrt wir dieses Mal disqualifiziert werden. Ich durfte aber auch zweimal, 1992 und 2009, gewinnen. Letztes Jahr gewann ich das Fischerstechen in Gernsheim.

Zwischen Backfisch, Wein und wilden Wasserschlachten ereignete sich in so vielen Jahren bestimmt schon manch eine Kuriosität. Sie haben doch bestimmt eine lustige Anekdote für uns auf Lager…

Da gibt es einige.
Wir hatten schon Mikrofone, die von Bauer und Bäuerin im Floßhafen versenkt wurden und die Jahre später „zufällig“ vom schlechtesten Fischerstecher aller Zeiten auf dem Boden des Floßhafens wiedergefunden wurden.
Ich hatte 2009 im ersten Kampf die Mannschaft aus Ketsch als Gegner. Der Kollege fiel schon ins Wasser, als das Boot noch unterwegs zur Startaufstellung war. Die Ketscher war an diesem Tag mehr Gesprächsthema als der spätere Sieger.
Es gab auch schon ein Jahr, da wurde das Fischerstechen kurzfristig abgesagt, weil es wie aus Eimern regnete. Das hatten wir damals dann „Ausgetrunken“. Und wenn die Fischerstecher am Feiern sind, dann geht es ziemlich hoch her. Ich kann mich noch daran erinnern, dass Bauer und Bäuerin ihren Streit, auf den Weinfässern stehend, ausgetragen haben. Aber an den Sieger von diesem Jahr fehlen mir die Erinnerungen…

Dieses Jahr können wir ja leider nur in Gedanken die „bösen Wassergeister“ (vielleicht auch den ein oder anderen bösen Geist, der uns dieses Jahr alle verfolgt) mit Erfolg vertreiben und uns auf das kommende Fischerstechen 2021 freuen. Wie haben Sie diesen traditionsträchtigen Sonntag verbracht?

Wir haben den Sonntag tatsächlich als Schiedsgericht bzw. Orga-Team zusammen mit unseren Familien verbracht. Als Fischerstecher-Junkies haben wir uns an einem geheimen Gewässer getroffen und auf zusammen genagelten Holzbrettern, mit Schrubbern bewaffnet, uns gegenseitig ins Wasser stoßen. Und wie es sich gehört, gab es danach die dazugehörige Siegesfeier.

Wie kann man sich engagieren?
Einfach da sein und Interesse an unserer Tradition bzw. an unserem Brauchtum zeigen. Wenn wir sehen, dass jemand die Bereitschaft zeigt, etwas mehr zu tun als andere und der auch mal ein Feierbiest sein kann, kommen wir von alleine auf denjenigen zu. Wer Lust hat sich beim Fischerstechen einzubringen, findet uns in der Backfischfestwoche jeden Tag ab 17 Uhr auf dem Gelände des Wassersportvereins oder auf dem Festplatz. Einfach jemanden im roten Fischerstecher-Shirt ansprechen. Kleiner Tipp: Eine Flasche Wein oder ein Ureich erleichtern die Kontaktaufnahme etwas …


Zur Person:
Michael Baier (48 Jahre, linkes Bild, mitte) ist seit 2009 wieder beim Fischerstechen dabei, nachdem er zuvor schon von 1989 bis 1993 an den Start ging. Seit 2018 ist er zudem im Schiedsgericht der Fischerstecher. Als Stecher ging er für die Mannschaft des 1. WSC Poseidon e. V. ins Rennen.

Die Nibelungenstadt Worms lädt jährlich Ende August zum großen Fest am Rhein ein. Jung und Alt treffen sich auf der »Kisselswiese«, um gemeinsam zu feiern und die besondere Atmosphäre auf dem Festplatz, im Wonnegauer Weinkeller, dem Stiftskeller und in der »Gaadewirtschaft« zu genießen.

Es ist die Mischung aus Wein- und Volksfest, die das Backfischfest so unverwechselbar macht. Moderne und traditionelle Fahrgeschäfte, der Duft der Süßwaren und deftiger Mahlzeiten sowie die guten Tropfen unserer heimischen Winzer schaffen eine einmalige Atmosphäre, die neben uns Wormsern viele Gäste von außerhalb anzieht. 

Countdown
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Tage bis zum Backfischfest

 
 
 
 
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Das Wormser Backfischfest ist eine Veranstaltung der Stadt Worms und der Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms.

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